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ARBEITEN

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die mär der mahr

2026

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ICH:MEDIUM

2025, ongoing

Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, tiefschwarzes Auge

es werde licht

2024–2026

Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf blauem, melancholisches Auge

du sollst schön sein

2020–2024

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Ausgrabungsprozess. Als Impuls dient das seit der Kindheit andauernde Gefühl, dass mit gesellschaftlichen Narrativen ‚etwas nicht zu stimmen scheint‘ – ein Hinweis auf eine tiefe Krise der Menschheit. Meine Praxis wurzelt in einer frühen, existenziellen Irritation gegenüber gesellschaftlichen Setzungen. Angesichts wechselnder Ideologien bildete die unmittelbare Naturerfahrung meine Konstante – ein Raum, in dem sich die künstliche Trennung zwischen Selbst und Welt auflöste. Ou-Topos.

die Mär
der Mahr


2026
 

MALEREI

SKULPTUR

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Als Impuls dient das seit der Kindheit andauernde Gefühl, dass mit gesellschaftlichen Narrativen ‚etwas nicht zu stimmen scheint‘ – ein Hinweis auf eine tiefe Krise der Menschheit. Meine Praxis umfasst gleichermaßen leibliches Artistic Research (Zeremonien der körperlichen Rückführung in den kindlich-natürlichen Urzustand) und umfangreiche theoretische Recherchen in der Philosophie, Archäologie, Psychologie und Anthropologie. Die Erkenntnisse dienen als Werkzeuge, um das Verschobensein zu sezieren; meine Arbeiten wollen in Situationen des ou-topos (Nicht-Ortes) offenlegen, erschüttern und/oder auflösen.

Die Arbeiten öffnen ein Spannungsfeld. Sie verhandeln Techniken und Ideen des Barock und des 19. Jahrhunderts (Epochen der Kolonialisierung und der Aufklärung) und verweisen gleichsam auf Joseph Beuys, Ana Mendieta und Mire Lee (deren Arbeiten ein hohes Maß an Materialität und Sinnlichkeit aufweisen).

Aktuell arbeite ich an der Realisierung vieldimensionaler, immersiver Räume (Nicht-Orte), in welchen der Riss zwischen Mensch und Mitwelt in Nicht-Orten aufgelöst werden soll.
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Serie ICH:MEDIUM
Serie ICH:MEDIUM
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MIT ICH:MEDIUM SCHAFFEN EDIN BAJRIć UND JESSIKA DIRKS EINEN WAHRHAFTIGEN UND ZUGLEICH KÜNSTLICHEN, KÜNSTLERISCHEN RAUM, IN WELCHEM RADIKALES HINSEHEN UNAUSWEICHLICH WIRD. DAS OBJEKT DER BETRACHTUNG IST ZUGLEICH SEIN SUBJEKT: DAS ICH. AUF DIESE WEISE WIRD DAS ICH MEDIUM: ICH:MEDIUM

ICH:
MEDIUM

2025
2026

MALEREI

SKULPTUR

FOTOGRAFIE

VIDEO

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Zwei Künstler:innen, Jessika Dirks und Edin Bajrić, arbeiten seit Anfang 2025 und fortlaufend – in einem intensiven Dialog. Ihr gemeinsames Thema: DAS EIGENE ICH.

Die künstlerische Erforschung kreist um die Frage, was geschieht, wenn wir uns selbst radikal gegenübertreten. Welche Schichten, welche verborgenen Anteile, welche Abgründe, welche Zuschreibungen und Eigentlichkeiten treten zutage? Welche Stimmen verstummen, welche beginnen zu sprechen?

Das Projekt erforscht Körperlichkeit, Innerlichkeit und Fragmentierung. Es untersucht das ICH als Medium – als Objekt und zugleich Subjekt der Betrachtung. Die künstlerischen Arbeiten legen offen, wie Selbstbetrachtung zugleich künstlich, konstruiert und doch tief wahrhaftig sein kann.
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Kokon-Scheiben_Jessika-Dirks_2025_Detail
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Serie Es werde Licht
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, tiefschwarzes Auge
»Es werde Licht« ist eine intime Phänomenologie der allgegenwärtigen, im Dunkeln wütenden Repressionsgewalt der weiblichen* Scham – und zugleich ein Akt emanzipatorischer Befreiung.

es
werde
  licht

2024
2025
2026

MALEREI

TEXT

SOUND

VIDEO

Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, tiefschwarzes Auge
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, tiefschwarzes Auge

Zwischen Dunkelheit und Licht. Sitzt etwas im Dickicht.

Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, tiefschwarzes Auge
Scham ist ein Kratzen Es werde Licht Jessika Dirks Acryl und Aquarellkreide auf Leinwand 2
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, Hände, Beine
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, Hände, Beine
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, Nase und Blüte
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf schwarzem Grund, Nase und Blüte
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf blauem Grund, melancholisches Auge
Mama streicht mir über’s Haar.
Und sieht Marceline an.
Gut ist,
wer schön ist.
Das perfekte Mädchen.
Das perfekte Lachen,
volles Haar,
glatte Haut.
So scrollen wir durch das Flimmern der Nacht.
Und jeder Mikrometer an uns
wird observiert.
Korrigiert.

du
sollst
  schön
sein

2020
2021
2022
2023
2024

Serie Du sollst schön sein

MALEREI

TEXT

SOUND

Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf blauem Grund, melancholischer Blick
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf blauem Grund, melancholisches Auge
Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf braunem Grund, melancholischer Blick
Ausschnitt aus Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf blauem Grund, Hand und Bauch
Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf buntem Hintergrund, melancholischer Blick

Wir leben im 21. Jahrhundert und der Male Gaze (der Blick des Mannes) bestimmt noch immer den Blick auf die Frau*: der Blick der Gesellschaft, des Mannes* und, was am schwersten wiegt, der Frau* selbst – auf sich und andere Frauen*. Es sind verurteilende, fordernde, verletzende Blicke. Es schwelt eine dauernde Scham über der eigenen Körperlichkeit, die Frau* in den Ketten des Patriachats hält und ununterbrochen ein hohes Maß an Ressourcen des Alltags, der eigenen Energie einfordert, Frau* schwächt, klein macht, klein hält. Es ist an der Zeit, die Ketten der Vergangenheit aufzubrechen, Frau* herauszulösen, freizumachen. Nicht durch einen gewaltsamen Akt, sondern durch eine liebevolle Hingabe zur eigenen Körperlichkeit – die Trost spendet und alte Wunden heilen lässt. Durch die Annahme der eigenen Körperlichkeit im Kontext der Selbst- und Fremdwahrnehmung der Frau* lässt sich das patriarchale System aufweichen.

Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf grünem Grund, melancholischer Blick
Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf weißem Hintergrund, melancholischer Blick
Du sollst schön sein Xenia Ausschnitt 2
Acrylgemälde von Jessika Dirks, grobe Pinselführung mit sanften Farben auf gelbem Grund, melancholischer Blick
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